Hausautomatisierung mit dem Raspberry Pi

Warum sollte man gerade einen Raspberry Pi zur Hausautomatisierung verwenden? Die Antwort ist einfach: Mit dem Raspberry Pi erhält man ein komplett offenes System, welches man beliebig erweitern kann und den eigenen Wünschen und Bedürfnissen bis ins letzte Detail nachkommen kann.

Außerdem ist ein Raspberry Pi herstellerunabhängig - das bedeutet, dass man sich nicht nur Komponenten von einem bestimmten Hersteller kaufen muss, und damit an dessen Preise, Produktvielfalt und Existenz gebunden, sondern dass man alle möglichen Hersteller beliebig kombinieren kann (entsprechende Hardware vorausgesetzt).

Zudem ist die Hardware wirklich günstig - ein komplett ausgestatteter Raspberry Pi ist schon für unter 80 Euro zu bekommen. Damit bildet man bereits eine solide Grundlage für die meisten Projekte.

Leider geht die Flexibilität zu Lasten des Komforts bei der Konfiguration - bleibt man bei einem bestimmten Hersteller, geht es oft sehr viel einfacher von der Hand die entsprechende Geräte zu Konfigurieren und zu verwalten. Dafür erreicht die Konfiguration aber auch schneller ihre Grenzen und man muss oft Kompromisse eingehen - das ist aber auch verständlich, da kein System allen Anforderungen möglichst benutzerfreundlich gerecht werden kann, da eine gewisse Übersicht natürlich gewährleistet sein muss.

Leider kommt auch ein Raspberry Pi nicht ohne zusätzliche Hardware aus, da er mit keinerlei Funkschnittstellen ausgeliefert wird. Mit den nötigen Hardwarekomponenten ist dies aber auch kein Problem - diese sind ebenfalls sehr schnell und einfach konfiguriert und eingerichtet, gehen aber zusätzlich ins Geld. Mit allen Schnittstellen ist damit ein Raspberry Pi also sogar etwas teurer, als mache Steuerzentrale direkt vom Hersteller. Dafür kann man aber auch alles selbst verwalten, erweitern und konfigurieren, ohne auf Firmwareupdates vom Produzent warten zu müssen. Falls eine Produkt einstellt wird, steht man sonst eventuell sehr doof dar und investiert am Ende doppelt.

Zusätzlich kann man einen Rasperry Pi natürlich auch für andere Projekte nutzen - so kann man sich, neben der Zentrale für die Hausautomatisierung, spielend leicht einen Medienserver konfigurieren, welcher am Fernseher angeschlossen wird und alle Inhalte aus verschiedenen Quellen in HD-Auflösung auf den Fernseher bringt.

Mit den folgenden Produkten kann man sich also eine sehr solide Basis schaffen, welche für das eigene Hausautomatisierungsprojekt benötigt wird. Wir arbeiten bereits seit einigen Monaten erfolgreich mit einem Raspberry Pi und sind mit dem Stromverbrauch, der Verfügbar und Zuverlässigkeit in höchstem Maße zufrieden.

Stromverbrauch

Da das System 24/7 durchläuft (24 Stunden, 7 Tage die Woche), spielt der Stromverbrauch natürlich eine entscheidende Rolle. Laut Hersteller verbraucht das Modell B maximal 4 Watt. Am Tag wären das also 96Wh, was ungefähr 35 kWh im Jahr sind. Rechnen man nun mit 0,25 Euro pro kWh, kommt man auf Kosten von zirka 8,75 Euro pro Jahr. Ich würde sagen, das ist preislich wirklich völlig im Rahmen und keine hohe Investition.

Hier findest Du die letzten beiden Generationen des Raspberry. Darunter findest Du das passende Gehäuse und SD-Karten. Bei einem Netzteil für den Raspberry sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass es mindestens 2000mA leistet! Andernfalls kann es zu seltsamen Seiteneffekten kommen, wodurch der Raspberry langsam wird oder plötzlich gar nicht mehr startet. Die erforderliche Leistung wird umso höher, desto mehr USB-Geräte angeschlossen werden. Daher sollte am Netzteil auf keinen Fall gespart werden!

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