Der Raspberry Pi ist für viele Themen im Smart Home gar nicht mehr so interessant. Gefühlt setzen mittlerweile ja fast alle auf einen Mini PC mit Proxmox. Deswegen ist es um die kleinen Einplatinencomputer auch bei mir ziemlich still geworden. Heute möchte ich das ändern und mal wieder ein Projekt mit einem Raspberry Pi 5 starten: Ein Touch-Display mit dem Home Assistant Dashboard! Dafür nutze ich das offizielle Touch Display 2 und das TouchKio Projekt von GitHub.
Aber warum kein billiges Android-Tablet? Die haben aus meiner Sicht das Problem, dass sie meistens mit einem uralten Android laufen, welches zeitnah keine Updates mehr bekommt. Und ein Akku ist unnötigerweise auch häufig verbaut. Dann bauen sich die Leute irgendwelche Automationen, um Netzteile an- und auszuschalten um den Akku zwischen 20 und 80 Prozent zu halten. Das ist ja nicht im Sinne des Erfinders, oder? Shelly Wall Displays sind beispielsweise auch nicht gerade für ihre überragende Performance bekannt. Und auch nicht gerade günstig.
Basis für dieses Projekt ist also ein Raspberry Pi mit Raspberry Pi OS. Als erstes flashen wir die Desktop Version von Raspberry Pi OS auf den SD-Karten und starte den Raspberry Pi 5. Welche Software man für das Flashen nimmt, ist eigentlich egal. Ich bin Fan vom Raspberry Pi Imager. Das Programm gibt es für jedes Betriebssystem (Mac, Windows, Linux).
Der Raspberry Pi wird über ein Flat Flexible Cable (FFC) mit dem Display verbunden. Für den Raspberry Pi 5 liegt ein anderes Kabel bei, als für die anderen Modelle nötig ist.
Wenn das Display ausgeschaltet ist, hat der Raspberry Pi 5 eine Leistungsaufnahme von ca. 3,8 Watt. Das eingeschaltete Display erhöht das natürlich auf ca. 6 Watt. Das sind wirklich solide Werte für so viel Leistung. Nutze gerne meinen Strompreis-Rechner, um die jährlichen Kosten zu ermitteln.
Video
Befehle
sudo apt update
sudo apt full-upgrade
bash <(wget -qO- https://raw.githubusercontent.com/leukipp/touchkio/main/install.sh)
Konfigurationsdatei nachträglich anpassen:
nano ~/.config/touchkio/Arguments.json
Automatische Upgrades des Betriebssystems
sudo apt install unattended-upgrades
Die Standard-Config liegt in /etc/apt/apt.conf.d/50unattended-upgrades. Eigene Optionen sollte man allerdings in einer separaten Datei bereistellen.
sudo bash -c 'cat <<EOF > /etc/apt/apt.conf.d/51unattended-upgrades-custom
Unattended-Upgrade::Origins-Pattern {
// Debian
"origin=Debian,codename=${distro_codename}-security,label=Debian-Security";
"origin=Debian,codename=${distro_codename},label=Debian";
"origin=Debian,codename=${distro_codename},label=Debian-Security";
// Raspberry Pi Foundation (z. B. Firmware)
"origin=Raspberry Pi Foundation,archive=stable,component=main";
};
Unattended-Upgrade::Remove-Unused-Kernel-Packages "true";
Unattended-Upgrade::Remove-New-Unused-Dependencies "true";
Unattended-Upgrade::Remove-Unused-Dependencies "true";
Unattended-Upgrade::Automatic-Reboot "true";
Unattended-Upgrade::Automatic-Reboot-WithUsers "true";
Unattended-Upgrade::Automatic-Reboot-Time "03:00";
EOF'
Dokumentation zu den Optionen:
a,archive,suite- z. B.stablec,component- z. B.main, contrib, non-freel,label- z. B.Debian, Debian-Securityo,origin- z. B.Debian, Unofficial Multimedia Packagesn,codename- z. B.jessie, jessie-updatessite- z. B.http.debian.net
Testen mit
apt list --upgradable
sudo unattended-upgrades --dry-run --debug
Beispiel-Ausgabe am Anfang des Debug-Befehls:
Starting unattended upgrades script
Allowed origins are:
origin=Debian,codename=trixie,label=Debian,
origin=Debian,codename=trixie,label=Debian-Security,
origin=Debian,codename=trixie-security,label=Debian-Security,
origin=Debian,codename=-security,label=Debian-Security,
origin=Debian,codename=,label=Debian,
origin=Debian,codename=,label=Debian-Security,
origin=Raspberry Pi Foundation,archive=stable,component=main
Fazit
Positiv
- Touch-Display Support direkt in Raspberry Pi OS
- Genügend Ressourcen für flüssige Bedienung
- Integration per MQTT direkt in Home Assistant
- Helligkeit des Displays steuerbar
- Offener Ansatz mit Debian
- Updates für viele Jahre gewährleistet
- Für viele weitere Projekte nutzbar
Negativ
- Vergleichsweise hoher Preis
- Große Display-Ränder
- Baut recht hoch auf / bräuchte viel Platz in der Wand
Links
- Raspberry Pi Touch Display 2
- GitHub – TouchKio
- Makerworld – Standfüße vertikal
- Printables – Standfüße
- GitHub – Raspberry Pi Imager
Hier findest Du die fünfte Generation des Raspberry Pi. Darunter findest Du das passende Gehäuse, Netzteil und SD-Karte.
Transparenz-Hinweis (Level 1: Komplett selbst finanziert)
An diesem Beitrag ist kein Hersteller beteiligt! Sämtliche Produkte habe ich selber gekauft und trage die kompletten Kosten für diesen Beitrag alleine! Die Inhalte wurden somit von niemandem gesehen oder abgestimmt. Es handelt sich zu 100 Prozent um meine persönliche Meinung und Erfahrung! Danke an die Community, dass ich solche Inhalte für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen kann!




