In vielen kommerziellen Produkten wird ein Raspberry Pi als Basis verwendet. Das ist natürlich naheliegend, da man hier vergleichsweise viel Rechenleistung und Schnittstellen auf kleinem Raum bekommt. Optimal, um weitere Platinen drumherum zu entwerfen und eigene Schnittstellen (wie für KNX) hinzuzufügen. Komischerweise verursacht genau dieses Vorgehen bei manchen Bauchschmerzen. Gerade wenn höhere Preise für die Komponenten aufgerufen werden, wird sich häufig darüber lustig gemacht, dass es ja nur ein 40-Euro-Gerät als Basis ist. Wie ich dazu stehe, erkläre ich gerne kurz in diesem Beitrag.
Natürlich fühlt es sich komisch an, wenn ein Stück Hardware in einem hübsch bedruckten Gehäuse auf einmal mehrere hundert Euro kostet, da man die Basis-Hardware ja sehr gut kennt und günstig selbst kaufen könnte. Aber die Hardware treibt hier ja gar nicht den Preis. Häufig sind solche Lösungen komplett in Deutschland entwickelt worden. Wenn man sich beispielsweise das BABtec AppModule anschaut, ist da nicht viel drin.
Das Teure ist hier die Software, Dokumentation und Support. Wäre es nur ein Gehäuse um einen Raspberry Pi, könnten sich das ja alle selbst kurz zusammenstellen. Kann man ja mit Home Assistant oder ioBroker auch. Nur braucht man dann eben deutlich mehr Wissen. Und als Dienstleister diese Lösungen kommerziell einsetzen, würde den Endkunden am Ende mehr Geld kosten als das vermeintlich teurere kommerzielle Produkt. Die Fachbetriebe wollen bei Fragen ja auch jemanden ansprechen können. Und das sollte nach Möglichkeit keine Privatperson sein, welche eine Schnittstelle am Wochenende als Hobby entwickelt. Zumindest wäre das mein Anspruch.
Einfach nur die Hardware anzuschauen ist also nicht fair. Das ist meistens der günstigste Teil.
eQ-3 bietet mit der CCU3 eine fertige Lösung an. Wer diese nicht kaufen möchte, kann nur die Funkschnittstelle kaufen und diese auf einen eigenen Raspberry Pi stecken. Dann noch ein fertiges Image flashen und fertig. Aber selbst diese zwei Schritte überfordern viele bereits. Daher ist die fertige Lösung wahrscheinlich trotzdem beliebter und weiter verbreitet. Auch was den Wiederverkaufswert der Hardware angeht, wird die CCU3 irgendwann besser zu veräußern sein.
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Hier findest Du die fünfte Generation des Raspberry Pi. Darunter findest Du das passende Gehäuse, Netzteil und SD-Karte.
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